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Die kulturelle Vielfalt Südafrikas

Die Fußball-WM 2010 konnte bereits einen Einblick über die facettenreiche Kultur Südafrikas präsentieren. So wurden wir als Beobachter Zeuge emotionsgeladener Tänze und des dröhnenden Klanges einer Vuvuzela. Dass Südafrika noch einiges mehr zu bieten hat, erklärt sich allein aus der vielseitigen Historie des Landes. Keinesfalls kann man heute von einer einheitlichen Kultur sprechen, zu groß ist hier allein die ethnische Vielfalt und so unterscheiden sich Bräuche, Riten, Kunst und Kultur in den unterschiedlichen Regionen in einem großen Maß.

Tanz und Musik

Eine ganz besondere Rolle in der südafrikanischen Kultur spielen Musik und Tanz, die als Verständigungsmöglichkeit und Mittel zur Religions- und Traditionserhaltung genutzt werden. Die Musik charakterisiert sich in erster Linie durch kräftige Töne und den Gebrauch der unterschiedlichsten Trommeln, Blas- oder Saiteninstrumente, welche vor allem bei großen Festen und Ereignisse der jeweiligen Stämme zur kompletten Entfaltung kommen. Genau genommen ist es jedem Südafrikaner in die Wiege gelegt, singen zu können und auch die dazugehörige rhythmische Bewegung fehlt selten. So wird die Musik noch heute als Mittel zur mündlichen Verständigung genutzt, bei der eine Trennung von Gesang, Instrumenten und Tanz undenkbar scheint, da genau dieses Zusammenspiel die dabei ausgelösten Emotionen vereint. Insbesondere in den Liedtexten zeigt sich die Wichtigkeit der Musik, sind doch vor allem Fabeln, historischen und religiöse Überlieferung fester Bestandteil.

Kunst und Literatur

Auch in Europa wird die afrikanische Kunst mittlerweile mit großer Bewunderung anerkannt. In Bezug auf Südafrika muss man hier ganz besonders die facettenreichen Holzmasken nennen, die allesamt in mühevoller Handarbeit angefertigt werden. Motive sind zumeist Tier- oder Götterfiguren, wobei sie durch aus Früchten gewonnene Farbe meist noch vervollständigt werden. Auch in vielen Gemälden und Skulpturen zeigt sich die enge Naturverbundenheit der Südafrikaner. Bedenkt man, dass es in der Republik an der Südspitze des Kontinents acht offizielle Landesprachen gibt, mag auch die literarische Vielfalt nicht überraschen. Nach dem ersten Roman eines farbigen Schwarzafrikaners im Jahr 1930 konnten viele Autoren auch internationalen Erfolg verzeichnen, in dem sie größtenteils die Geschichte ihres Landes thematisieren. So sind heute vor allem Namen wie John Maxwell Coetzee oder Nadine Godimer weltweit bekannt.

Fazit

In Südafrika verschmelzen Kulturen die den eigenen Horizont, besonders während einer Studienreise, erweitern und neue Sichtweisen liefern.