Vorstellung des Zielgebietes

3.3 Einführung in die Geschichte Südafrikas

Im folgenden Teil der Arbeit soll nun näher auf die wichtigsten Ereignisse der Geschichte des Landes eingegangen werden. Städte, Regionen und die dort lebenden Menschen selbst wurden maßgeblich von den geschichtlichen Ereignissen geprägt.
Zum Gesamtverständnis werden in dieser Arbeit geschichtlichen Eckdaten kurz erläutert. Ausführlicher werden die Beginne der Kolonisation, der große Trek, die Südafrikanische Union, die Ära der Apartheid und der African National Congress beschrieben.

Die frühesten Zeugnisse menschlicher Siedlungen gehen zurück bis in die Urzeit. Bis vor ca. 2000 Jahren bevölkerten verstreute Gruppen von Steinzeit-Khoisan das südliche Afrika. Diese Gruppen betrieben im heutigen Botswana Viehzucht und breiteten sich im 15. Jh. nach und nach in Richtung Süden aus. Fundstücke aus der damaligen Zeit beweisen, dass diese Gruppen schon lange vor den europäischen Siedlern in dem Gebiet des heutigen Südafrikas lebten. Nach dem Zusammentreffen der weißen Siedler mit den Schwarzen, kam es zu einer Verteilung der schwarzen Völker innerhalb Südafrikas.36



 

Die Zeit der Portugiesen


1487 Bartolomeu Diaz segelt mit zwei Karavellen und einen Proviantschiff die Westküste Südafrikas entlang und geht in Namibia an Land.
1488 Bartolomeu Diaz umsegelt als erster Europäer das Kap der guten Hoffnung und kam noch bis zum heutigen Port Elizabeth.
1497 Vasco da Gama umsegelt das Kap der guten Hoffnung und kommt im Mai 1498 in Indien an.

Von da an war das Gewürzmonopol der Araber gebrochen. Für die Portugiesen stand aber nicht das südliche Afrika im Interesse, sondern der Seeweg nach Indien. Ihn galt es zu hüten wie ein Staatsgeheimnis. Aus diesem Grund dauerte es noch weitere 150 Jahre bis die ersten weißen Siedler nach Südafrika kamen.37

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36  vgl. Jacob E. Mabe (2004): Das Afrika Lexikon-Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern, (Hrsg): Peter Hammer Verlag 2004, S.605
37  vgl. C. Phillip (2002): Reiseführer Reise Know-How Südafrika, RKH Verlage, S.118