Vorstellung des Zielgebietes

3.1 Allgemeine Informationen über Südafrika

3.1.1 Geografische Lage

Das Zielgebiet Südafrika ist das südlichste Land des afrikanischen Kontinents. Es liegt zwischen dem 22. und 35. südlichen Breitengrad und ist umgeben vom Indischen Ozean im Süden und Osten sowie vom Atlantik im Westen. Es grenzt an Swaziland und Mosambik im Nordosten. Im Norden Südafrikas wird es begrenzt durch Botswana, Namibia und Zimbabwe. Vollständig eingeschlossen von Südafrika wird das Königreich Lesotho.

Die Gesamtfläche Südafrikas umfasst 1.220.088 km² und setzt sich zusammen aus den neun Provinzen Northern Cape, Western Cape, Eastern Cape, KwaZulu/Natal, Free State, Mpumalanga, Limpopo, Gauteng und North West.
Die Hauptstadt und gleichzeitig Verwaltungs- und Regierungssitz Südafrikas ist Pretoria, jedoch befindet sich der Parlamentssitz in Kapstadt.23



 

3.1.2 Klima

„So vielfältig wie die Landschaften sind auch die klimatischen Verhältnisse Südafrikas“. 24

Der Naturraum Südafrikas besteht aus einer ca. 3000 km langen Küstenstrecke, einem weiten Hochplateau im Inneren (1.200-1.800m) und der eindrucksvollen Kette der Drakensberge die von Nordosten nach Südwesten verläuft.

Obwohl Südafrika mit besonders vielen Sonnenstunden im Jahr aufwarten kann, sind die Tage wo es extrem heiß ist eher selten. Durch die Meeresströmungen des Atlantiks und des Indischen Ozeans erfahren die Küstenregionen einen Temperaturausgleich. Da fast die Hälfte des Landes 1.200m hoch liegt, herrscht in diesen Regionen vorwiegend gemäßigtes Klima. In Kapstadt und der Umgebung ist das Klima mediterran mit Winterregen in den Monaten Mai bis August. Die Regenfälle sind über das Jahr verteilt, es gibt auch keine ausgesprochenen Regenperioden. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer zwischen 25-30 Grad Celsius und im Winter fällt die Temperatur selten unter 0 Grad.25

3.1.3 Flora und Fauna

Die Symbolblume Südafrikas ist die Protea, die sich nur in diesem Land in zahlreichen Arten findet. Südafrikas Vegetation ist gemauso vielseitig wie die unterschiedlichen Landschaften. Der Affenbrotbaum ist mit seiner Silhouette charakteristisch für die Savannenlandschaft. Weite Teile des zentralen Binnenhochlandes sind von baumlosen, hügligen Grasflächen überzogen. Vereinzelt kommen hier, Schirmakazien, Fieberbäume oder der Affendorn vor. In den südlichen und östlichen Küstenregionen befinden sich die natürlichen Waldgebiete mit den Mangrovenbäumen.26

Südafrikas einstiger enormer Tierreichtum ist mittlerweile dezimiert, einige Tierarten sind bereits ausgestorben. Lediglich im Krüger Nationalpark sowie den angrenzenden privaten Wildparks findet sich das ganze Spektrum der afrikanischen Tierwelt. Insbesondere die "Großen Fünf" - Leopard, Löwe, Büffel, Elefant und Nashorn - konnten sich in großen Beständen halten. Weitere Safari-Tiere, die in Südafrika beobachtet werden können, sind Geparden, Hyänen, Gnus, Antilopen wie Impalas, Springböcke, Kudu, Wasserböcke, Oryx, und die kleinen Duiker, aber auch Flusspferde, Krokodile, Paviane, Warzenschweine und über 300 Vogelarten.27

3.1.4 Bevölkerung und ethnische Gruppen

Südafrika weist eine Vielzahl von Völkern mit jeweils eigener Geschichte und eigener Sprache auf. Bei der letzten amtlichen Schätzung 1999 wurden 42,8 Millionen Einwohner erfasst.
Die größte Zahl der Einwohner gehört mit 77% den schwarzen Volksgruppen an. 10% der Einwohner sind Nachfahren der weißen Siedler, 9% Coloureds (farbige Einwohner) und 3% entstammen asiatischer/indischer Herkunft.28

In der Verfassung Südafrikas sind elf offizielle Sprachen registriert: Zulu wird von 22,4% der Bevölkerung als Muttersprache benutzt. Daneben existieren die Sprachen Xhosa (17,5%), Afrikaans (15,1%), Pedi (9,8%), English (9,1%), Tswana (7,2%), Sotho (6,9%), Tsonga (4,2%9, Swati (2,6%), Venda (1,7%) und Ndeble (1,5%). Englisch ist die Muttersprache von Südafrikanern britischer Abstammung und die Amtssprache in Südafrika. Um die lokale kulturelle Identität jedoch zu wahren, werden in den unterschiedlichen Provinzen z.B. Straßenschilder in Englisch und in den jeweiligen Sprachen der Region beschriftet.29

3.1.5 Religion

78 Prozent der Bevölkerung gehören dem durch die westlichen Missionen verbreitetem Christentum an. Davon sind die am stärksten vertretenen Strömungen unabhängige afrikanische Kirchen (etwa sieben Millionen), die Niederländisch-Reformierte Kirche mit rund 4 Millionen Anhängern und die Katholische Kirche mit knapp 3 Millionen Gläubigen. Weitere in Südafrika vertretene Religionen sind der Hinduismus, der Islam, das Judentum und mehrere Naturreligionen. 30

3.1.6 Wirtschaft

Südafrika hat von allen afrikanischen Ländern den höchsten Industrialisierungsgrad. Hauptträger der Wirtschaft ist die verarbeitende Industrie und der Bergbau, aber auch der Banken- und Dienstleistungssektor spielt eine entscheidende Rolle. Des Weiteren verfügt Südafrika im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten über eine ausgezeichnete Infrastruktur und die Telekommunikation ist auf einem hohen Niveau.
Die Tourismusindustrie Südafrikas nimmt einen immer wichtigeren Platz in der Wirtschaft ein. Mit der Förderung des Tourismus verfolgt die Regierung Südafrikas eine Steigerung der Deviseneinnahmen, Einkommen und Arbeitsplätze. 31

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23  vgl. www.southafrica.com
24  vgl. C. Phillip (2002): Reiseführer Reise Know-How Südafrika, RKH Verlage, S.93
25  vgl. ebd., S.93
26  vgl. C. Phillip (2002): Reiseführer Reise Know-How Südafrika, RKH Verlage, S.160
27  vgl. C. Phillip (2002): Reiseführer Reise Know-How Südafrika, RKH Verlage, S.96
28  vgl. ebd., S.95
29  vgl. Jacob E. Mabe (2004): Das Afrika Lexikon-Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern, (Hrsg): Peter Hammer Verlag 2004, S.601
30  vgl. ebd. S.601
31  vgl. www.auswaertigesamt.de/südafrika